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Melt 2006: Bilderliste


Müde, dreckig, glücklich

Das war es also, das Melt Festival 2006. Ich kann nicht sagen, dass es wieder eine gelungene Ausgabe war, war ja schliesslich mein erstes Mal am Melt. Ich weiss auch nicht, ob ich wiederkommen werde - wer weiss das schon? Aber eines weiss ich: am Schluss war ich nicht nur müde und dreckig, sondern auch glücklich.

Zum ersten Mal erfahren habe ich vom Melt letztes Jahr, vor der Ausgabe 2005, und es trotzdem nicht dorthin geschafft. Auch dieses Jahr war ich mir erst sicher, dass ich ans Festival fahren würde, als ich im Zug sass. Dank Nachtzug kam ich morgens um 7 ausgeruht in Leipzig an und hatte noch genügend Zeit, mir die Stadt etwas anzusehen und die letzten Erledigungen und Einkäufe zu machen.

Mit dem Zug ging es dann gegen 14 Uhr weiter nach Dessau und von dort aus weiter mit dem Bus Richtung Gräfenhainichen / Ferropolis. Gegen halb sieben abends war dann mein Zelt schliesslich aufgestellt. Als erstes ging ich dann erstmal baden in den See... nette Sache, das.

Anschliessend natürlich direkt ans Festival. Am Eingang war erstmal die grosse Verwirrung unter den Leuten, wo man jetzt hin soll mit seinem Ticket - Schalter VVK-Ticket, Vorverkauf oder einer der tausend andern Schalter? Egal, irgendwann war man drin.
Mocky und Angie Reed gesehen, beide vorher nicht gekannt, hübscher Einstieg, danach zurück auf den Campingplatz, um mich fürs Spätprogramm vorzubereiten... das Freitag-Abend-Programm sollte für mich erklärtermassen um 0.00 mit den Sternen beginnen.

*Irgendwie* war ich aber auf einmal ziemlich genervt, schlecht gelaunt, und schliesslich total sediert, so dass ich erst wieder um halb 3 zu den Klängen von Mia aufgewacht bin... dann rüber und noch drei, vier Lieder gesehen. :-/


Yippie Yippie Yeah!

Und dann kamen Deichkind. Auch wenn ich die Band vorher kaum kannte, wusste ich, dass es etwas Besonderes werden würde, aber etwas so Grosses, Unvergessliches? Am schönsten war es natürlich, am Schluss die Bühne zu stürmen :-). So perplex war ich, dass ich nichtmal dem Bassisten die Hand geschüttelt oder sonstwie gratuliert habe, eine Schande... aber wahrscheinlich bin ich für sowas sowieso viel zu diskret. Danke an alle Fans, Fahnenschwinger und sonst irgendwie Beteiligten - Danke Deichkind! Yippie Yippie Yeah!

Danach ging es zur Big Wheel Stage - die schönste Stage, um der Sonne entgegenzutanzen. Irgendwann war dann der Moment gekommen, um etwas Ruhe zu suchen. Mein Bedürfnis nach Stille war zu ausgeprägt, und ich war zu müde, um den Campingplatz noch zu erreichen, aber was macht das, wenn man sich einfach irgendwo ins Schilf oder Gras legen kann, von der Sonne gewärmt, und friedlich dösen? Gleich hinter der Big Wheel Stage habe ich mich in die Büsche geschlagen, noch ein bisschen was geschraubt und gedreht und bin dann in meinen wohlverdienten Schlaf gefallen.

Irgendwann bin ich dann wieder aufgewacht. Ich habe gar nicht verstanden, warum niemand mehr spielte oder tanzte, wo auf einmal alle Leute waren. Anhand der Aufnahmedaten meiner Digitalkamera konnte ich nachträglich ermitteln, dass dies etwa um 10 Uhr gewesen sein muss xD.

Zum Glück gab es noch den Sleepless Floor mit angrenzendem Badestrand ;-), und das Festival-Restaurant, in dem ich mir erstmal ein nettes Frühstück gönnte. Als ich gemerkt habe, dass mir meine Papierchen ausgegangen waren, bin ich zurück zu meinem Zelt, und habe den Rest des Nachmittags mit Sonnenbaden, Schwimmen, Musikhören, Leute angucken und so weiter verbracht.


Alles hat ein Ende

Auf einmal war es richtig spät, ich wollte doch um 8 auf dem Gelände sein, um mir Blumfeld anzuschauen. Ich schwöre, ich wäre rechtzeitig dagewesen, wäre die Flasche Wodka nicht gewesen.

Nach dem halben Blumfeld-Konzert habe ich mich dann erstmal ins Festival-Restaurant verkrochen, und was Richtiges gegessen (ne Lasagne, die recht gut war, auch wenn man ein bisschen nach dem Fleisch suchen musste, und ein nicht spezieller Salat), Platz war jetzt ja wieder im Magen.

Den restlichen Abend bzw. die restliche Nacht habe ich auf dem Gelände verbracht, mit Matthew Herbert, den Wighnomy Brothers, The Streets, Aphex Twin, Nightmares on Wax und Ellen Alien. Alles wunderbar, bis auf Aphex Twin vielleicht... *grinsenmuss*

Etwa morgens um 6 war ich dann zurück auf dem Camping. Um 11 war mein Zelt zusammengeräumt und ich auf dem Weg nach Dessau, zwei Stunden später bin ich dort angekommen, per Taxi (die einzige Möglichkeit am Sonntag ausser den zwei Busverbindungen im Fünfstundenabstand).

12 Stunden später war ich dann zu Hause, nach einer im Grossen und Ganzen reibungslosen Rückfahrt, von verblödeten Love-Parade-Kiddies im Bummelzug von Magdeburg nach Braunschweig und anderen kleineren Widrigkeiten vielleicht abgesehen.

Melt, See, Schilf, Sonne, Mond und Sterne: ich komme wieder, irgendwann.


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